Haben Sie schon einmal von der Blutblume gehört?

| Autor: Verena | Kategorie: Sommer  Herbst 

Die Blutblume (Scadoxus) gehört zu den Amaryllisgewächsen. Sie stammt aus dem südlichen Afrika und ihr Name kommt daher, dass ein roter Saft austritt, wenn sich die Blume verletzt. In Optik und Pflege lässt sich die Blutblume mit dem entfernt verwandten Agapanthus vergleichen.  Im Blog stellen wir Ihnen die kälteempfindliche Blutblume näher vor.

Haemanthus oder Scadoxus?
Die Blutblume wurde ursprünglich als  Haemanthus multiflorus beschrieben. Aufgrund wissenschaftlicher Untersuchungen wird die Blutblume nun unter der Gattung Scadoxus geführt Die botanischen Bezeichnungen unterscheiden sich darin, dass Haemanthus die Sorten bezeichnet, die keine Blattmittelrippe aufweisen, während Scadoxus für jene steht, die diese vorzuweisen haben. Im Handel werden vor allem Knollen der Gattung Scadoxus angeboten.

Die roten Blütenkugeln der Blutblume sorgen für ein leuchtendes Feuerwerk im Garten oder auf der Terrasse.

So rot wie Blut
Die Blütezeit der Blutblume ist jedes Jahr unterschiedlich. Es kommt vor, dass die südafrikanische Schönheit in einem Jahr im Juli austreibt und dann im darauffolgenden Jahr erst Ende August. Die Blüten, die in ihrer Form oft an Allium erinnern, sind kugelrund, können bis zu 20 cm groß werden und erblühen in einem leuchtenden Rot. Die Pflanze selber erreicht eine Größe zwischen 30 und 50 cm.  Die Blutblume blüht ca. drei Wochen, umso kühler und schattiger der Platz ist, kann sich dadurch auch die Blütezeit etwas verlängern.

Die Diva unter den Kübelpflanzen und wie man sie richtig pflegt
Im Frühjahr sollten die großen Zwiebeln der Blutblume in Töpfen oder Kübeln mit nährstoffreicher Blumenerde eingepflanzt werden. Wie der Agapanthus, hat es auch die Blutblume lieber etwas enger im Topf. Es reicht aus, wenn die Triebspitzen eben mit Erde bedeckt werden. Die Erde ist idealerweise ein lehmig-humoses, mineralisches Substrat.

: Jede Blutblume gedeiht nach einem individuellen Rhythmus und blüht deshalb jedes Jahr zu unterschiedlichen Zeiten. Frost verträgt die Blutblume überhaupt nicht und bevorzugt deshalb im Winter einen dunklen Standort bei ca. 10 bis 20 Grad Raumtemperatur.

Standort – warm und kuschelig
Nach der wie oben beschriebenen Pflanzung, sollte der Kübel an einen nicht allzu warmen Platz gestellt und die Erde nur etwas angefeuchtet werden. Wenn sich die ersten Blätter beginnen zu zeigen, können Sie die Pflanze regelmäßiger gießen und auch düngen. Die Blutblume mag es feucht, jedoch sollte Wasser im Untersetzer vermieden werden, da Staunässe zu Knollenfäule führen kann.

Sobald keine Frostgefahr mehr besteht, können Sie die Pflanze ins Freie stellen. Achten Sie bei der Wahl des Standortes darauf, dass sie nicht direkt der Mittagsonne ausgesetzt ist. Ein halbschattiges Plätzchen ist perfekt für die Entwicklung der Blutblume. Wenn Sie keinen Garten haben, dann fühlt sich die Südafrikanerin auch im Wintergarten oder an einem sonnigen Fensterplatz wohl.

Mit weißen Blüten trifft man die Blutblume auch an. Die Art Haemanthus albiflos wird auch als Elefantenohr bezeichnet.

Überwinterung
Sobald die Blätter komplett verwelkt sind, beginnt die Ruhephase der Blutblume. Das gelbe Laub wird abgeschnitten und das Gießen eingestellt. Überwintern Sie die Blutblume an einem kühlen Standort. Während dieser Zeit benötigt sie auch nicht viel Licht. Ideal hierfür ist ein Keller oder der Dachboden. Die ruhenden Knollen können Sie gelegentlich ein bisschen anfeuchten, damit sie nicht austrocknen. Im darauffolgenden Frühjahr kann die Blutblume dann in frisches Substrat umgesetzt und wieder an einen etwas wärmeren und helleren Platz gestellt werden.

Schädlinge
Sobald Sie die Blutblume ins Freie stellen, müssen Sie versuchen durch geeignete Maßnahmen die gefräßigen Schnecken von der Pflanze fernzuhalten. Des Weiteren kann  vereinzelt der Rote Brenner (Pseudopezicula tracheiphila) auf. Dabei handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die die Blätter oder der Stängel der Pflanze befällt, die dann rötliche Flecken bekommen. Anschließend färben sich die Flecken braun und es bilden sich die schwarzen Sporenlager des Pilzes. Der Pilzbefall wird meistens durch zu hohe Luftfeuchtigkeit verursacht. Zu trockene Luft kann zu einem Befall von Woll- und Schmierläusen führen, die sich dann an der Unterseite der Laubblätter ansiedeln und das Pflanzengewebe schädigen können. 

Schlagwörter: Blutblume, Haemanthus, Scadoxus, Amaryllisgewächs, Kübelpflanze, Roter Brenner, Agapanthus, Schmucklilie, Südafrika

Kommentare

Kommentar von Peter Günther |

Sehr gute Beschreibung. Im Keller mit ca. 12 Grad gieße ich die Pflanze den ganzen Winter nicht. Erst Ende Februar, wenn die neuen Triebspitzen erscheinen entferne ich das alte Laub und stelle die Pflanze heller. Es ist so viel Wurzelmasse im Topf, dass die Pflanze in dieser Zeit nicht vertrocknet.