Bunte Vielfalt bei Tomaten

| Autor: Andrea | Kategorie: Sommer 

Jetzt ist sie wieder da, die Erntezeit der Tomaten! Wer sie selbst im Garten oder auf dem Balkon kultiviert, kann sich an der enormen Farb-, Formen- und Geschmacksvielfalt erfreuen. Welche Sortenunterschiede es gibt, erfahren Sie hier.

Von klein bis ganz groß
Eine Einteilung der Tomatensorten kann nach unterschiedlichen Gesichtspunkten erfolgen:

  • Nach Wuchsform
    Vom Wuchstyp unterscheidet man Stabtomaten und Buschtomaten. Stabtomaten wachsen unbegrenzt in die Höhe und müssen deshalb an einem Stab / an einer Schnur festgebunden werden. Damit die Pflanze sich nicht durch viele Seitentriebe verausgabt, müssen die kleinen Triebe in den Blattachseln frühzeitig ausgegeizt und der Haupttrieb in der gewünschten Höhe gestutzt werden.
Ausgeizen von Seitentrieben an Tomatenpflanzen

Buschtomaten wachsen, wie der Name schon sagt, buschig und müssen nicht ausgegeizt oder an einem Stützstab angebunden werden. Sie sind ideal für die Balkon- und Topfkultur.

  • Nach Fruchtform
    Die leckeren Früchtchen gibt es in runder Form, eiförmig, gerippt, birnen- oder dattelförmig mit zwei oder mehreren Fruchtkammern.
  • Nach Farbe
    Sie erscheinen in den Farben Rot, Gelb, Orange, Grün, annähernd Schwarz oder zweifarbig gestreift.
  • Nach Fruchtgröße
    Tomaten gibt es in Miniaturform wie z.B. die Johannisbeertomate, munddienlich wie die Cherrytomate oder die Cocktailtomate, „normal“ groß und riesig als Fleischtomate oder Ochsenherztomate.  
Tomaten in verschiedenen Formen, Farben und Größen

Wer in Saatgutkatalogen stöbert, findet deshalb meist folgende Einteilung:

  • Cocktailtomaten, die sich durch kleine, süße Früchte auszeichnen
  • Datteltomaten mit kleinen, länglichen Tomaten
  • Fleischtomaten mit Früchten, die aus mehreren Fruchtkammern bestehen und in unterschiedlichen Formen vorkommen
  • Eiertomaten, deren mittelgroße Früchte gerne in der Küche verarbeitet werden
  • Ochsenherztomaten, deren schwere, gerippte Früchte wenige Kerne im Inneren aufweisen
  • Flaschentomaten, die sich ebenfalls gut für die Verarbeitung in der Küche eignen
Tomatenrondell von Michael Schick

Kleine Samenkunde bei Tomaten
Wer Pflanzen gerne selbst aus Samen anziehen möchte, sollte darauf achten, dass er samenfeste Sorten erhält. Diese lassen sich jedes Jahr wieder aus Samen, die aus geernteten Früchten stammen, anziehen. Im Gegensatz dazu werden im Handel häufig F1-Hybriden angeboten. Dabei handelt es sich um Sorten, die in erster Generation (F1) aus zwei Inzuchtlinien hervorgehen, die dann besonders homogen in der Erscheinung, hoch im Ertrag oder auch besonders robust gegenüber Krankheiten sein können. Will man diese Sorten im nächsten Jahr über Samen vermehren, gelingt das entweder nur schlecht oder die Pflanzen werden nicht mehr die positiven Eigenschaften aufweisen. Sie können nur wieder durch Kreuzung der beiden Elternlinien hervorgebracht werden. Das Saatgut ist entsprechend teurer und muss jedes Jahr wieder neu erworben werden. Bewährt haben sich Sorten wie z.B. ‘Philovita F1‘, ‘Dasher F1‘ oder ‘Phantasia F1‘ im Profianbau, wo einheitliches Aussehen und Reife gefragt sind. Für den Hobbyanbau und zur Erhaltung alter, seltener Sorten empfiehlt sich der Anbau samenfester Sorten. Zudem gibt es hier eine fast unüberschaubare Vielfalt! Wer neugierig geworden ist, kann im Internet und auf Pflanzenmärkten stöbern. Einige Beispiele hierfür sind:

https://www.dreschflegel-shop.de/fruchtgemuese-und-obst/tomaten/

https://shop.arche-noah.at/ACM/apps/#/webshop/tomaten

https://tomatenfinden.de/#

http://michestomatenvielfalt.tictail.com/

Übrigens
Auf der Insel Mainau ist vom 14.-20. August 2017 das Tomatenrondell von Michael Schick im Platanenweg zu bestaunen. Er zeigt über 250 samenfeste Tomatensorten und verkauft das entsprechende Saatgut für die Anzucht im nächsten Jahr.

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