Das Grüne Telefon bloggt

| Autor: Julia | Kategorie: Frühling  Sommer  Herbst  Winter 

„Das Grüne Telefon gibt es schon länger als manche unserer Bloggerinnen!“ Das war einer der Gedanken, die uns durch den Kopf gingen, als wir uns daran gemacht haben, Ihnen das Grüne Telefon von der Insel Mainau  vorzustellen. Schon seit dem 1. Januar 1981 gibt die Beratung Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtnern Tipps rund um Pflanzenthemen. 

Zur Orchideenschau immer noch im Palmenhaus der Insel Mainau: Das Grüne Telefon on tour

Zu Beginn liefen hier auf der Blumeninsel noch buchstäblich die Drähte heiß: Die Beratung immer mittwochs von 13.00 bis 16.00 Uhr – die es übrigens auch bei allen seither hinzugekommenen Medien heute noch gibt – machte den Anfang für die „grüne Auskunft“ auf der Mainau. Später kam die Beratung per E-Mail unter gruenes-telefon@mainau.de dazu.

Doch auch direkt hier vor Ort wollten die Besucherinnen und Besucher mehr über die Pflanzen erfahren, die sie im Mainau-Park entdecken können. Oder es fielen ihnen inmitten all der bunten Pracht Fragen zu ihrem eigenen Garten oder der Orchidee auf der Fensterbank ein. Deswegen bekam das Grüne Telefon irgendwann sogar Beine – oder noch besser, Räder! Das Grüne Telefon on tour, ein mobiles „Gartenfahrradinformationszentrum“ sozusagen, war von 2010 bis 2014 während des Blumenjahres von März bis Oktober im Park unterwegs. Das hat allerdings jetzt größtenteils ausgedient, weil es irgendwann einfach nicht mehr genug Platz bot für Informationsmaterial.

Das blaue Gartenhäuschen im Platanenweg 5 wurde zum neuen Zuhause des Grünen Telefons

2015 bekam das Grüne Telefon dann endlich ein eigenes zu Hause im Platanenweg 5, einem Parkbereich auf der Mainau, in dem sich Hobbygärtner Inspirationen für daheim abholen können – gleich mit den passenden Ratschlägen vom Grünen Telefon für Pflanzenwachstum, Pflege, Kombimöglichkeiten und und und… Das blaue Gartenhäuschen, welches während des Blumenjahres das neue Zuhause des Grünen Telefons wurde, ist nun jederzeit planbar auf der Insel Mainau zu finden. Und das Fahrrad vom Grünen Telefon on tour? Das können Sie auch noch auf der Mainau besuchen, aber nur während der Orchideenschau, des Gräflichen Inselfests und des Gräflichen Schlossfests, bei denen das Team vom Grünen Telefon Tipps für die Inselgäste bereithält.

Inspiriert von den vielen Fragen, die das Grüne Telefon über 35 Jahre erreicht haben, möchten wir Sie ab jetzt auch hier auf unserem Blog informieren. Wir haben so viele Ideen! Pflanzenportraits, Gärtnertipps für Garten, Balkon und Fensterbank, Ideen zum naturnahen Gärtnern – und damit Ihre Fragen auch weiterhin nicht zu kurz kommen, gibt es zusätzlich zur bisherigen E-Mail-Adresse unseren neuen Themenbriefkasten!

  • Sie brauchen Hilfe, weil Sie nicht wissen, warum der Rhododendron nicht blüht?
  • Es haben sich verdächtige Tierchen auf Ihrer Orchidee niedergelassen?
  • Sie suchen Inspiration für Ihre Balkonkästen oder wollen wissen, welche essbaren Blüten Sie in Ihren Salat geben können?

Lassen Sie es uns wissen und wir bloggen darüber! Wir freuen uns, das Grüne Telefon gemeinsam mit Ihnen zu vernetzen und ihm neben dem kleinen blauen Gartenhäuschen auch ein digitales zuhause zu geben.

Kommentare

Kommentar von Beate Müller |

Unsere 4 m hohen Thujas werden von innen her ganz braun. An was liegt das und kann man jetzt im Herbst noch Bittersalz geben?

Antwort von Andrea

Sehr geehrte Frau Müller,

Thuja occidentalis, der Abendländische Lebensbaum, kommt aus dem Nordosten von Nordamerika. Er wächst dort in frischen bis feuchten, kalkhaltigen Böden bei hoher Luftfeuchtigkeit und gemäßigtem Klima. Das Wurzelsystem der Thuja verläuft sehr oberflächennah. Jahrelang galten Thujen als pflegeleichte und ideale, gut schnittverträgliche Heckenpflanzen. Doch mittlerweile machen Klimaveränderungen mit extremen Witterungsschwankungen auch den Thujen zu schaffen. Sehr trockenen Sommer, die ungleichmäßige Verteilung von Niederschlägen und Frosttrocknis führen zu Verbräunung der Nadeln. Deshalb sollte bei Thujen unbedingt auf eine sehr gleichmäßige Wasserversorgung, auch im Winter während frostfreier Perioden, geachtet werden. Eine Düngung mit Bittersalz kann diesen Schaden nicht beheben. Stattdessen sollte im Frühjahr eine Düngung mit einem organischen Koniferendünger nach Anleitung erfolgen.

Eine weitere Ursache könnten zu hohe Salzkonzentrationen im Boden sein, v.a. wenn Streusalz in den Boden um die Thujen gelangt. Eine Bodenuntersuchung könnte dazu Aufschluss geben.

Zudem können Pilzerkrankungen an den Nadeln (sog. Trieb- und Zweigsterben) und im Boden (Wurzelfäulnis) zur Verbräunung bzw. zum Absterben der Thujen führen. Beim Trieb- und Zweigsterben wären mit einer Lupe braune bis schwarze Fruchtkörper auf den Nadeln zu erkennen.

Einen Befall mit der Thuja-Miniermotte schließe ich eher aus, das in diesem Fall die Triebspitzen verbräunen und abfallen. Zusätzlich wären 3 mm kleine, grüne Raupen und Einbohrlöcher an den Nadeln zu erkennen. Im Juni / Juli würden 1 cm große Falter beim Schütteln der Triebe auffliegen.

Näher Informationen finden Sie z.B. unter https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/hausgarten/schadprobleme/thujaschaeden.htm

Viele Grüße
Andrea vom Grünen Telefon