Die Immergrüne Magnolie: Charmante Botschafterin des Südens

| Autor: Lisa | Kategorie: Sommer 

In Ländern mit mediterranem Klima säumt die Immergrüne Magnolie (Magnolia grandiflora) als Alleebaum ganze Straßenzüge und unter ihrem schattenspendenden Laub verleiht sie Dorfplätzen eine ganz besondere Stimmung. Nördlich der Alpen ist die Immergrüne Magnolie jedoch eher eine Seltenheit. Grund dafür ist ihre Kälteempfindlichkeit. An geschützten Standorten kann sie aber auch in unseren Gärten eine echte Bereicherung sein.

Wie es der deutsche Name des Gehölzes schon verrät, ist Magnolia grandiflora immergrün. Das Laub glänzt ganzjährig in tiefem Dunkelgrün und ist auf der Blattunterseite von einem braunen, filzigen Flaum überzogen. Ab Juli leuchten die cremeweißen bis zu 30 cm großen Schalenblüten aus der Laubwand hervor. Bis in den September hinein können uns die zahlreichen Blüten, die nach Zitrone duften, erfreuen. Auf der Insel Mainau ist die Immergrüne Magnolie unter anderem im Italienischen Rosengarten und im Staudengarten zu bewundern.

Cremeweiße Schalenblüten, die einen zitronigen Duft verströmen, sind das Markenzeichen der Immergrünen Magnolie

Eine Südstaaten-Schönheit
Dass die Immergrüne Magnolie im Gegensatz zu den bei uns weit verbreiteten frühjahrsblühenden Arten im Sommer blüht, hat mit ihrer Herkunft zu tun. Während die ostasiatischen Magnolien-Arten vor dem Laubaustrieb im Frühjahr blühen, tun dies die amerikanischen Arten erst nach dem Laubaustrieb im Sommer.
Die Immergrüne Magnolie ist Nordamerikanerin und ist ursprünglich im Südosten der USA beheimatet. Dort wird sie als Baum oder mehrstämmiger Strauch bis zu 27 m hoch. In den Staaten Mississippi und Louisiana kommt ihr sogar der Rang als 'State Flower' zu.

Der richtige Standort ist entscheidend
In unseren Breiten bleibt der Flachwurzler mit bis zu 8 m Höhe wesentlich kleiner. Der Standort in vollsonniger und windgeschützter Lage sollte aber dennoch gut gewählt sein, damit die Pflanze sich frei entfalten kann. Ein lockerer und leicht saurer Boden ist ideal. Da die Immergrüne Magnolie aus den Südstaaten hohe Luftfeuchtigkeit und große Niederschlagsmengen gewöhnt ist, sollten Sie besonders im Sommer regelmäßig gießen.
Im Winter macht der Immergrünen Magnolie nicht nur der Frost, sondern auch der Schnee zu schaffen. Durch das Gewicht des Schnees auf dem Laub kann es zu Astbruch kommen. Hier hilft es, den Schnee rechtzeitig abzuschütteln, um die Pflanze zu entlasten. Wer der Immergrünen Magnolie keinen geeigneten Standort bieten kann, sollte sich lieber für eine der laubabwerfenden Magnolien-Arten entscheiden, die sicher über den Winter kommen.

Die Immergrüne Magnolie im Italienischen Rosengarten der Insel Mainau

Die richtige Sorte wählen
Wer eine Immergrüne Magnolie pflanzt, sollte eine veredelte Sorte wählen. Diese kommen im Gegensatz zu den Sämlingen schon bereits nach etwa fünf Jahren in Blüte. Sorten wie ˈSamuel Sommerˈ,  ˈEdith Bogueˈ  und ˈKay Parrisˈ vertragen auch kurzzeitig zweistellige Minusgrade und sind daher für unsere Gärten zu empfehlen.

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