Gräser im Garten

| Autor: Markus Zeiler | Kategorie: Frühling  Sommer  Herbst  Winter 

Filigran, leicht und vielfältig: Ziergräser bereichern unsere Gärten und verleihen ihnen einen besonderen Ausdruck. Im Herbst und Winter werten sie ihn mit ihren grazilen Blättern und Blütenständen auf und sorgen für einen attraktiven Hingucker. Mit Raureif bedeckt wirken Gräser besonders dekorativ und reizvoll.

Gräser eignen sich je nach Wuchs als Flächendecker, als Begleitpflanze oder als beeindruckende Solitärpflanze. Ihr Farbenspektrum reicht von Dunkelgrün, über Silbergrau, Blaugrün über Orange, Blutrot bis zu Goldbraun.

Gräser verleihen Gärten einen besonderen Ausdruck

Elegante Schmuckstücke im Staudengarten
Ein Staudengarten ohne Gräser ist wie Frühling ohne Tulpen. Ein populäres Gestaltungsprinzip im Staudengarten stammt von dem bekannten Gartenphilosophen und Staudengärtner Karl Foerster, der das Harfe-und-Pauke-Prinzip etabliert hat: Gräser sind die Harfen im Staudengarten, die durch die Pauken, den blühenden Stauden, interessante Kontraste bilden. Als „Harfen“ eignen sich:

  • Chinaschilf (Miscanthus sinensis)
  • Riesenpfeifengras (Molinia arundinacea)
  • Rutenhirse (Panicum virgatum)
  • Federborstengras (Pennisetum alopecuroides)

Rudbeckien, Fackellilien und Helenium sorgen für den Paukenschlag und eine harmonische Pflanzkombination. Auch die Verbindung mit Stauden-Sonnenblumen, Prachtkerzen und Patagonischem Eisenkraut sorgt für ein herrlichen Anblick.

Filigran schwebende Gräser kombiniert mit pompös blühenden Stauden sind wahre Hingucker: Hier eine schöne Kombination mit Agapanthus
Im Frühsommer durchzieht ein sattes Gräsergrün den Mainauer Staudengarten

Das gewisse Etwas für den Steingarten
In einem Steingarten ist der Einsatz von kompakt wachsenden und polsterbildenden Gräsern zu empfehlen wie der halbkugelförmige Horste bildende Blauschwingel (Festuca cinera). Je trockener und karger der Boden, desto intensiver wird die blaugrüne Färbung seiner Blätter. Ebenfalls dekorativ für Steinanlagen ist der Blaustrahlhafer (Helictotrichon sempervirens) mit seinen blaugrauen Blatthorsten, der ursprünglich aus den südwestlichen Alpenländern stammt.

Augenweide am Wasser
An einem Bachlauf oder am Gartenteich sind Gräser unverzichtbare Gestaltungselemente.  Hier haben sich vor allem Gräser wie Binsenarten (Juncus effusus sowie Juncus glaucus) etabliert, die feuchte Standorte und sogar hohen Wasserstand lieben. Auch die Scheinzypergras-Segge (Carex pseudocyperus) kommt gut mit dauernassem Boden zurecht und besticht durch ihre bis zu sechs zentimeterlangen Blüten.

Auch mit Schnee bedeckt sorgen Gräser im Staudengarten für einen winterlich schönen Hingucker

Rückschnitt
Erst im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr werden Gartengräser auf etwa 15 bis 20 Zentimeter zurückgeschnitten. Wenn Sie verhindern möchten, dass die Gräser versamen, ist es ratsam, den Schnitt früher durchzuführen. Ältere Gräserhorste müssen von Zeit zu Zeit geteilt und wieder neu angepflanzt werden.

Mit Dahlien kombiniert setzen Gräser zarte, harfenähnliche Akzente im Beet
Das strahlende Gelb der Rudbeckien lässt sich...
...ebenso schön mit Gräservarianten kombinieren wie das leuchte Orange der Fackellilien

Kommentare