Winterglück mit Barbarazweigen

| Autor: Julia | Kategorie: Winter 

Im Advent verschönern traditionell Advents- und Türkranz, Weihnachtsstern oder Weihnachtsbaum unser Zuhause. Wer sich zusätzlich eine kleine blühende Kostbarkeit in die eigenen vier Wände holen möchte, der kann am Barbaratag im Garten auf die Suche gehen und sich, mit den richtigen Voraussetzungen, um Heiligabend über blühende Barbarazweige freuen. 

Bild: fotolia.de/PhotoSG

Woher kommt der Brauch?

Vermutlich auch von germanischen Bräuchen beeinflusst, bringen wir heute den Brauch der Barbarazweige mit der heiligen Barbara in Verbindung. Vor über 2300 Jahren lebte die junge Frau in der heutigen Türkei; sie schloss sich entgegen den Wünschen ihres Vaters dem Christentum an. Dafür ließ dieser sie ins Gefängnis werfen und sie wurde für ihr vermeintliches Vergehen mit dem Tod bestraft. Auf dem Weg ins Verlies blieb ein Zweig im Gewand der jungen Frau hängen, die diesen mit ihrem Trinkwasser nährte. An ihrem Todestag blühte er schließlich auf. Wer heute zum Barbaratag Zweige erntet und sie zum Erblühen bringt, dem verheißen die Blüten dem Brauch nach Glück im nächsten Jahr.

Welche Zweige sind geeignet?

Zum Schnitt am 4. Dezember, dem heutigen Barbaratag, eignen sich viele verschiedene Zweige. Kirsch-, Pflaumen-, Quitten- und Apfelzweige aus dem Obstbereich, aber auch Zierkirschen und Zierpflaumen mit fest geschlossenen Knospen lassen sich zur Blüte überreden. Rosskastanie, Holunder, Hartriegelarten und Weidenkätzchen sowie Forsythie, Ginster oder Zaubernuss kommen ebenfalls in Frage. Gefördert wird die Blühwilligkeit der Zweige durch einen starken Frost vor dem Schneiden – der natürliche Rhythmus von winterharten Gehölzen in unseren Breitengraden braucht sowohl die Winterruhe als auch die Frosteinwirkung. Wer also sichergehen will, dass sich Blüten zeigen, muss bei einem milden Frühwinter das Treiben eventuell verschieben.

Auch Forsythien eignen sich zum Treiben eines Barbarazweiges.

Wie wird’s gemacht?

Direkt nach dem Schnitt stellen Sie die Zweige mehrere Stunden lang in etwa 40 Grad warmes Wasser. Bei Zimmertemperatur können die Blüten sich voll entwickeln, da im Holz genügend Baustoffe für deren Wachstum gespeichert sind. Auch danach geben Sie zum Vasenwasser immer etwas warmes Wasser. Stellen Sie jedoch die Zweige nicht zu nah an eine Wärmequelle wie Heizung und Ofen, da die Knospen sonst vertrocknen können.

Weitere Informationen finden Sie auch hier:  

http://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/pflanzen/barbarazweige-pflanzen-karin-greiner-100.html

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/gartentipps/05927.html

Kommentare