Kaffeestrauch: Coffea arabica als dekorative Zimmerpflanze

| Autor: Marian | Kategorie: Herbst 

Wer liebt ihn nicht, den schwarzen Muntermacher, mit dem viele Menschen weltweit ihren Tag beginnen: Kaffee. Aus den ostafrikanischen Regenwäldern stammend, eroberte das Rötegewächs (Rubiacea) unsere Geschmacksnerven und etablierte sich über mehrere Jahrhunderte hinweg als das Genussmittel schlechthin. Dem Geschenk Afrikas an die Welt widmet sich in diesem Jahr die Herbstausstellung auf der Insel Mainau. Dort werden botanische, wirtschaftliche, soziale und kulturellen Aspekte des Kaffeeanbaus noch bis 21. Oktober 2018 vorgestellt. Doch auch als Zimmerpflanze ist der Kaffeestrauch beliebt.

Der Kaffeestrauch bildet eine dichte Blattkrone mit glänzendem Laub aus.

Woher stammt Kaffee?
Der Name „Kaffee“ geht auf das alte Königreich Kaffa in Äthiopien zurück. Die Wildform des Hochlandkaffees wächst dort als bis zu 12 m hoher Baum im Unterholz der Gebirgsregenwälder. Hier profitiert er von einem ganz besonderen Klima: hohe Luftfeuchtigkeit, viel Niederschlag und eine gute Schattierung. Innerhalb des sogenannten Kaffeegürtels (tropisch äquatoriale Länder), gedeiht die immergrüne Kaffeepflanze (Coffea). Weltweit gibt es über 120 Arten dieser Gattung. Wirtschaftlich am bedeutendsten sind die beiden Arten Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta-Kaffee).

Die roten Früchte des Kaffeestrauchs werden als Kaffeekirschen bezeichnet. In ihr befindet sich die eigentliche Kaffeebohne.

Vom Regenwald ins heimische Wohnzimmer
Bei der Kaffeepflanze (Coffea arabica), die im Handel auch als dekorative Zimmerpflanze erhältlich ist, handelt es sich um einen kompakten Strauch, der mit glänzenden, dunkelgrünen Blättern ausgestattet ist. Er bevorzugt einen schattigen, dauerwarmen Platz in hellen Räumen oder Wintergärten. Direkte Sonneneinstrahlung sollte dabei vermieden werden, da sich der Strauch sonst seine Blätter verbrennt. Ist der ideale Standort gefunden, sollte beim Substrat darauf geachtet werden, dass dieses nahrhaft, feucht, leicht sauer und gut durchlässig ist. Staunässe sollte vermieden, gleichzeitig jedoch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Nach ca. drei bis vier Jahren setzt er immer mehr große, weiße Blüten an, die verführerisch nach Jasmin duften. Aus ihnen entwickeln sich die kleinen, feurig roten Früchte, in deren Innerem sich oftmals zwei Kaffee-Bohnen befinden. Sie sind in getrockneter und gerösteter Form der Grundstoff für Kaffee-Genuss in aller Welt.

Die Herbstausstellung 2018 "Kaffee - Afrikas Geschenk an die Welt" auf der Insel Mainau widmet sich auch dem Thema Ersatzkaffee, u.a. aus Lupinen, Getreide und Eicheln.

Tipp von der Mainau-Redaktion
Nehmen Sie sich etwas Zeit und lassen Sie sich das Nationalgetränk Äthiopiens bei einer Zeremonie auf traditionelle Weise in der Herbstausstellung zubereiten. Genussvoll wird es auch im Schlosscafé, denn hier haben Sie die Möglichkeit eine neue Geschmacksdimension beim sogenannten Food Pairing zu erleben: Espresso wird Ihnen mit orientalischem Gewürzsand angeboten.

Schlagwörter: Kaffee, Coffea arabica, Herbstausstellung, Zimmerpflanze, Äthiopien

Kommentare

Kommentar von Tim |

Beim Standort gehört allerdings noch etwas mehr Fingerspitzengefühl dazu. Im Winter beispielsweise sollte man die Fenster lieber zu lassen. Die Pflanze mag keine Zugluft! Zusätzlich sollte immer ein Spalt breit Luft zwischen Fensterglas und den Blättern sein! Quelle: https://www.kaffeepflanze-pflege.de/kaffeepflanze-standort/

Kommentar von Marcus |

Bildverwendung Arabica Kaffeekirschen
Darf das Bild mit den Kaffeekirschen im Rahmen einer Hochschulbroschüre (HAW Coburg) verwendet werden?

(Untertitel) Die roten Früchte des Kaffeestrauchs werden als Kaffeekirschen bezeichnet. In ihr befindet sich die eigentliche Kaffeebohne.