Wer wühlt denn da im Garten? – Dem Maulwurf auf der Spur

| Autor: Andrea | Kategorie: Frühling  Sommer  Herbst  Winter 

Einen Maulwurf bekommt man kaum zu Gesicht. Über seine aufgeworfenen Erdhügel ärgert sich jedoch fast jeder Gartenbesitzer. Ein Porträt über den fleißigen Tunnelgräber und Möglichkeiten, wie Sie ihn wieder loswerden, finden Sie in diesem Beitrag.

Der Maulwurf - Verkannter Gartennützling
Der Maulwurf (Talpa europaea), der zwischen 10 bis 17 cm lang werden kann, gräbt sich in etwa 10 bis 20 cm (max. 1 m) Tiefe mit seinen vorderen Grabschaufeln durch das Erdreich, lockert es dadurch auf und verursacht zusätzlich aufgeworfene Erdhügel. Er ist dabei auf der Suche nach tierischer Nahrung, die er in Form von schädlichen Insekten wie Engerlingen, Rüsselkäferlarven, Schnecken, Drahtwürmern, Schnakenlarven und dergleichen findet. Pro Tag verzehrt er dabei eine Menge, die in etwa der Hälfte seines Körpergewichtes entspricht. Deshalb ist er im Garten eigentlich als Nützling unterwegs. Auch wenn die Erdhügel im Rasen nicht so gerne gesehen werden, können Sie die Hügel abtragen und deren Erde, je nach Zusammensetzung,  gut für Balkonkästen oder im Blumenbeet weiterverwenden.

Die Augen des Maulwurfes sind winzig und im Fell verborgen. Dafür sind die Vorderbeine zu großen Grabschaufeln umfunktioniert. Bild: Grimplet / shutterstock.com

Wie Sie den Maulwurf aus Ihrem Garten verbannen können
Der Maulwurf, der meist als Einzelgänger unterwegs ist, steht unter Naturschutz und darf nicht getötet, sondern nur vertrieben werden. Da er sehr lärmempfindlich ist, können ihn schräg eingegrabene Flaschen, die im Wind einen Pfeifton verursachen, vertreiben. Eisenstangen, die in den Boden gesteckt werden und gegen die man regelmäßig mit einem Hammer schlägt, sowie Ultraschallgeräte aus dem Fachhandel, sollen ebenfalls die gewünschte Wirkung erzielen. Der kleine, pelzige Tunnelgräber hat zudem einen sehr feinen Geruchssinn. Im Fachhandel sind deshalb Vergrämungsmittel erhältlich, die Duftstoffe wie Lavendel und Zitronenöl enthalten, die der Maulwurf als unangenehm empfindet und ihn aus seinem Revier vertreiben sollen. 

Wie Sie die Schäden des Maulwurfs von denen einer Wühlmaus unterscheiden können finden Sie im Wühlmaus-Beitrag.

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